Wenn Freunde sterben...
Stille herrscht in der Wohnung.
Keiner rechnet damit, dass um diese frühe Morgenstunde das Telefon klingelt...
Müde und verschlafen torkelt man zum Sprechapparat, um zu erfahren, wer die Nachtruhe zu stören vermag.
Man schweigt, lauscht der aufgelösten Stimme am anderen Ende der Leitung.
Dann, als man das Gesagte begreift, wandelt sich der Gesichtsausdruck.
Wechselt von anfänglichem Zorn zu Unfassbarkeit.
Die beste Freundin ist tot...
Niemand, der es nicht schon erlebt hat, kann wissen, was in solch einem Moment im Menschen vorgeht.
Kann nicht behaupten, das Gefühl von Verlust zu kennen...
Der Verlust eines geliebten Menschen, der einem näher stand als manch anderer.
Niemand kann wissen, was man in diesem Moment denkt.
Denn jeder Mensch ist anders.
Jeder geht mit seiner Trauer verschieden um...
Es gibt Menschen, die weinend vor dem Telefon zusammenbrechen.
Unfähig auch nur ein vernünftiges Wort zu sprechen, weil die Gefühle in diesem Augenblick nur durch die Tränen Ausdruck finden.
Es gibt aber auch solche, die in so einer Situation ruhig bleiben.
Sie wirken kühl, sowohl stimmlich als auch durch die Körpersprache.
Doch der Schein trügt...
Niemand ist emotionslos.
Es zeigt nur wieder einmal mehr, wie unterschiedlich wir Menschen sind.
Jeder hat seine eigene Art mit seinen Gefühlen umzugehen.
Manche tun es öffentlich, andere im Stillen.
Aber über den Verlust eines nahe stehenden Menschen trauern, das tun wir alle.
Gibt es denn ein Rezept, um ebendiese Trauer zu verarbeiten?
Nein, das gibt es nicht, auch wenn das vielleicht einige behaupten werden.
Es gibt Dinge, gegen die Wissenschaftler keine Lösungen finden werden.
Dinge, die die Seele eines jeden betreffen, können nicht durch Medikamente beseitigt werden.
Trauer zu verarbeiten, ist ein Vorgang, den jeder für sich bestreiten muss.
Die Zeit wird dabei ein wichtiger Begleiter und Partner sein.
Aber irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, in dem man an die Freundin denken kann und lächelt.
Lächelt, weil man an die Augenblicke denkt, die man zusammen überstanden hat.
Schöne Momente, doch auch traurige...
Erinnerungen, die tief in uns verborgen sind und uns in den Momenten des Verlustes zeigen: „Ich bin bei dir!"
Denn egal, ob der geliebte Mensch noch auf Erden weilt oder nicht, die Erinnerungen halten ihn lebendig...!
November 2005
(Ich möchte mit diesem Text niemanden verletzen oder angreifen. Es ist ein Schulaufsatz der besonderen Art, welcher uns aufgetragen wurde.. Ich war niemals in so einer Situation, es sind nur Mutmassungen, Gedanken meinerseits, zu diesem schwierigen Thema.)
2 Kommentare
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#1
ich mag deine gedichte.. sehr gefühlvoll.. schreib bitte weiter so <3
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#2
Sie ist zwar nicht gestorben, aber ich habe einen riesigen Fehler gemacht und hätte sie dabei fast verloren!!! Es ist nicht fair und schon allein der gedanke sie nie mehr bei mir zu haben ist unfassbar, aber sie für immer zu verlieren!!! Schrecklich!!!!

Gedichte eines kleinen Weidetieres


