Gedichte eines kleinen Weidetieres

Alleine in der Menge?

 

Ich sollte jetzt eigentlich glücklich sein.
Ich sollte den Zauber dieser wunderbaren Zeit spüren.
Ich sollte die Momente des Zusammenseins geniessen.
Ich sollte lachen, einfach fröhlich sein.
Aber ich kann es nicht.
Nicht wirklich...

 

Du fehlst mir.
Du fehlst mir so sehr.

 

Du solltest hier neben mir sitzen.
Du solltest bei uns sein.
Wir sollten dich lachen hören.
Wir sollten deinen Erzählungen lauschen.
Aber du bist nicht hier...

 

Du fehlst mir.
Du fehlst mir so sehr.

 

Dann und wann fällt dein Name.
Blicke ruhen auf mir, aber ich nehme es gar nicht bewusst wahr.
Meine Gedanken sind bei dir.
Es fühlt sich so an, als wärst du weit weg.
Aber wenn man es genau betrachtet, bist du es eigentlich gar nicht.
Und doch...
Du bist nicht an meiner Seite.

 

Du fehlst mir.
Du fehlst mir so sehr.

 

Es ist verrückt, wie sehr ich dich vermisse.
Aber kennst du das Gefühl, dich unter Menschen einsam zu fühlen?
Alle um dich herum lachen, schwatzen und sind glücklich.
Und du selbst fühlst dich in dieser Menge so verloren.
Es ist kein angenehmes Gefühl, nicht wahr?

 

Du fehlst mir.
Du fehlst mir so sehr.

 

Vielleicht haben wir irgendwann die Gelegenheit, diese besondere Zeit gemeinsam zu geniessen.
Ich werde den Funken Hoffnung ganz bestimmt nicht so schnell erlöschen lassen.
Eines Tages wird es soweit sein.
Aber alles zu seiner Zeit...
Ich bin bereit, auf diesen Moment zu warten.

 

„Zusammen ist man schliesslich weniger allein!"

 

Weihnachten 2006

Kommentar schreiben

0 Kommentare

  • loading